Cremefarbener Maltipoo läuft durch Schnee und Gras – Symbol für Pfotenpflege im Sommer und Winter.
KI-generiertes Bild

Pfotenpflege Hund

Pfotenpflege beim Hund

So schützt du die Pfoten im Sommer und Winter

Hallo, ich bin Gino. 🐾

Ich liebe Spaziergänge. Ganz egal, ob die Sonne scheint oder dicke Schneeflocken vom Himmel fallen.

Im letzten Winter durfte ich zum ersten Mal richtig durch den Schnee flitzen. Anfangs war das grossartig. Ich sprang durch den Pulverschnee, schnüffelte überall und hatte riesigen Spass.

Doch nach kurzer Zeit blieb ich plötzlich stehen.

Zwischen meinen Pfoten hingen grosse Schneeklumpen. Auch an meinem Fell bildeten sich kleine Schneebälle, die immer grösser wurden. Frauchen kniete sich zu mir, entfernte vorsichtig den Schnee und fragte sich:

„Ist das eigentlich normal? Und kann man etwas dagegen tun?“

Wieder zuhause begann unsere Recherche.

Dabei merkten wir schnell, dass Pfotenpflege viel mehr bedeutet, als ab und zu etwas Pfotenbalsam aufzutragen. Sommer und Winter stellen Hunde vor ganz unterschiedliche Herausforderungen – und viele Probleme lassen sich mit ein paar einfachen Gewohnheiten vermeiden.

Deshalb möchten wir in diesem Artikel zeigen, wie wir heute Ginos Pfoten durchs ganze Jahr begleiten und welche Empfehlungen Tierärzte dazu geben.

Warum gesunde Pfoten so wichtig sind

Wenn wir spazieren gehen, denken wir meistens an Halsband, Leine oder Futter.

An die Pfoten denken viele von uns erst dann, wenn der Hund plötzlich humpelt.

Dabei tragen die Pfoten jeden einzelnen Spaziergang. Sie federn Sprünge ab, geben Halt auf unterschiedlichsten Untergründen und schützen Knochen, Gelenke und Sehnen vor starken Belastungen.

Die Ballen bestehen aus einer dicken Hornschicht sowie elastischem Fett- und Bindegewebe. Dadurch können sie Stösse dämpfen und gleichzeitig guten Halt bieten. Trotzdem sind sie nicht unverwundbar.

Heisser Asphalt, scharfkantiger Splitt, Streusalz, Eis, Dornen oder kleine Glasscherben können die Ballen verletzen oder reizen. Auch kleine Risse bleiben oft lange unbemerkt, weil Hunde Schmerzen nicht immer sofort zeigen.

Genau deshalb empfehlen viele Tierärzte, die Pfoten regelmässig zu kontrollieren – nicht erst dann, wenn der Hund bereits humpelt.

Hundepfote auf warmem Asphalt im Sommer.
Heisser Asphalt

Pfotenpflege beginnt schon zuhause

Früher dachten wir, Pfotenpflege bedeute hauptsächlich, bei Bedarf etwas Balsam aufzutragen.

Heute sehen wir das anders.

Pfotenpflege beginnt lange bevor wir überhaupt das Haus verlassen.

Dazu gehört beispielsweise, die Krallen regelmässig zu kontrollieren. Werden sie zu lang, verändert sich die Belastung der ganzen Pfote. Der Hund läuft anders, Gelenke werden stärker beansprucht und im schlimmsten Fall können Krallen sogar einreissen.

Auch die Haare zwischen den Ballen spielen eine wichtige Rolle – besonders bei Hunden mit weichem oder lockigem Fell wie unserem Maltipoo.

Zu lange Haare sammeln Feuchtigkeit, Schmutz, kleine Steinchen und im Winter besonders gerne Schnee. Viele Hundefriseure und Tierärzte empfehlen deshalb, das Fell zwischen den Ballen regelmässig vorsichtig zu kürzen, damit die Pfoten sauber bleiben und der Hund besseren Bodenkontakt hat.

Seit wir darauf achten, bleiben bei Gino deutlich weniger kleine Ästchen oder Kletten zwischen den Pfoten hängen.

Sommer: Wenn der Boden zur Gefahr wird

Im Sommer denken viele Hundehalter zuerst an die Hitze.

Dabei vergessen wir leicht, dass nicht nur die Lufttemperatur entscheidend ist.

Asphalt, Pflastersteine oder dunkle Bodenbeläge können sich an sonnigen Tagen auf weit über 50 °C aufheizen. Schon nach kurzer Zeit können empfindliche Ballen dadurch schmerzhafte Verbrennungen erleiden.

Eine einfache Faustregel hilft uns heute immer wieder:

Wenn wir den Handrücken nicht mindestens sieben Sekunden angenehm auf den Asphalt legen können, ist der Boden wahrscheinlich auch für Gino zu heiss.

An solchen Tagen gehen wir möglichst früh am Morgen oder später am Abend spazieren. Mittags suchen wir schattige Waldwege oder Wiesen auf.

Gerade Welpen, ältere Hunde und Hunde mit empfindlichen Ballen profitieren davon besonders.

Auch Sand kann unterschätzt werden

Nicht nur Asphalt wird heiss.

Wer mit seinem Hund an einen See oder ans Meer fährt, sollte auch den Sand nicht unterschätzen.

Trockener Sand kann sich ebenfalls stark aufheizen und unangenehm werden. Gleichzeitig können sich kleine Muschelschalen oder scharfkantige Steine zwischen den Ballen festsetzen.

Nach einem Ausflug kontrollieren wir Ginos Pfoten deshalb kurz und spülen sie bei Bedarf mit klarem Wasser ab.

Das dauert keine Minute und verhindert, dass kleine Steinchen oder Sandkörner später scheuern.

Schneeklumpen zwischen den Pfoten eines Maltipoos.
Schnee zwischen den Ballen

Winter: Schnee ist wunderschön – aber nicht immer angenehm

Als wir den ersten richtigen Schnee mit Gino erlebt haben, mussten wir schmunzeln.

Er sprang voller Begeisterung durch jede Schneewehe und sah dabei aus wie ein kleines weisses Kaninchen.

Nach einigen Minuten blieb er jedoch immer häufiger stehen.

Zwischen den Ballen hatten sich feste Schneeklumpen gebildet. Auch am Fell der Beine klebten kleine Schneebälle, die mit jedem Schritt grösser wurden.

Viele Hunde mit weichem oder lockigem Fell kennen dieses Problem.

Die Schneeballen entstehen, weil feuchter Schnee am Fell haften bleibt und durch die Körperwärme leicht antaut. Anschliessend friert er wieder an und bildet immer grössere Klumpen.

Für manche Hunde ist das nur unangenehm.

Andere beginnen plötzlich zu humpeln oder bleiben immer wieder stehen, weil die Schneeklumpen zwischen den Zehen drücken.

Seitdem kontrollieren wir Ginos Pfoten bereits während längerer Winterspaziergänge und entfernen grössere Schneeklumpen sofort vorsichtig mit der Hand.

Streusalz – die unsichtbare Belastung

Noch häufiger als Schnee begegnet uns im Winter etwas anderes:

Streusalz.

Es sorgt zwar für sichere Strassen und Gehwege, kann aber empfindliche Ballen reizen.

Vor allem kleine Risse oder trockene Stellen brennen durch das Salz oft besonders stark.

Hinzu kommt ein weiteres Problem: Viele Hunde lecken sich nach dem Spaziergang die Pfoten gründlich sauber und nehmen dabei Salzreste auf.

Deshalb spülen wir Ginos Pfoten nach Spaziergängen auf stark gestreuten Wegen kurz mit lauwarmem Wasser ab und trocknen sie sorgfältig wieder ab.

Diese kleine Gewohnheit gehört heute ganz selbstverständlich zu unserer Winterroutine.

Hundebesitzer kontrolliert nach dem Spaziergang die Pfoten seines Maltipoos.
Pfoten kontrollieren

Pfotenbalsam – wann ist er sinnvoll?

Als wir uns intensiver mit der Pfotenpflege beschäftigt haben, tauchte ein Begriff immer wieder auf:

Pfotenbalsam.

Viele Hundehalter tragen ihn täglich auf, andere nur im Winter und manche gar nie.

Die veterinärmedizinischen Empfehlungen sind hier erfreulich sachlich.

Ein gesunder Hund mit widerstandsfähigen Ballen benötigt im Alltag meist keine tägliche Pflege. Die Ballen sind von Natur aus robust und für das Laufen auf unterschiedlichsten Untergründen gemacht.

Anders sieht es aus, wenn die Ballen bereits trocken, rissig oder stark beansprucht sind. Auch bei sehr kalten Temperaturen, häufigem Kontakt mit Streusalz oder langen Wanderungen kann ein Pfotenbalsam helfen, die Haut geschmeidig zu halten und kleine Risse vorzubeugen.

Für uns bedeutet das:

Pfotenbalsam ist kein Wundermittel – aber ein sinnvolles Pflegeprodukt, wenn die Situation es erfordert.

Deshalb gehört ein guter Pfotenbalsam heute in unsere kleine Hundeapotheke, auch wenn wir ihn längst nicht nach jedem Spaziergang verwenden.

Hilft Kokosöl gegen Schneeballen?

Diese Frage hat uns besonders interessiert.

Im Internet findet man unzählige Tipps, vor dem Winterspaziergang etwas Kokosöl ins Fell zwischen den Ballen oder an die unteren Beine einzumassieren. Dadurch soll Schnee weniger am Fell haften bleiben.

Bei unserer Recherche zeigte sich jedoch ein interessantes Bild.

Wir konnten keine veterinärmedizinischen Studien finden, die diesen Effekt eindeutig belegen.

Viele Tierärzte erwähnen Kokosöl in diesem Zusammenhang gar nicht. Stattdessen stammt der Tipp vor allem aus den Erfahrungen vieler Hundehalter.

Das bedeutet nicht automatisch, dass er falsch ist.

Ein dünner Fettfilm könnte theoretisch dazu beitragen, dass feuchter Schnee etwas schlechter am Fell haftet. Ob dies tatsächlich funktioniert, scheint jedoch von Fellstruktur, Schneeart und Aussentemperatur abzuhängen.

Unser Fazit lautet deshalb:
Wenn Kokosöl deinem Hund hilft und gut vertragen wird, spricht wahrscheinlich wenig dagegen, es sparsam auszuprobieren. Es sollte aber nicht als wissenschaftlich belegte Lösung verstanden werden.

Bei Gino möchten wir diesen Tipp im kommenden Winter selbst einmal testen und beobachten, ob tatsächlich weniger Schnee im Fell hängen bleibt.

Wann sind Hundeschuhe sinnvoll?

Als wir zum ersten Mal Hundeschuhe gesehen haben, mussten wir ehrlich gesagt etwas schmunzeln.

Heute sehen wir sie etwas differenzierter.

Für die meisten Spaziergänge benötigt ein gesunder Hund keine Schuhe. Es gibt jedoch Situationen, in denen Tierärzte Hundeschuhe durchaus empfehlen.

Zum Beispiel:

  • nach einer Pfotenverletzung
  • bei Verbänden
  • auf extrem heissem Untergrund
  • bei langen Touren auf scharfkantigem Geröll
  • bei Eis oder stark gesalzenen Wegen, wenn der Hund empfindliche Ballen hat

Für den normalen Alltag halten wir sie dagegen nicht für notwendig.

Nahaufnahme gesunder Hundeballen.
Gesunde Pfoten

Nach jedem Spaziergang ein kurzer Pfoten-Check

Eine Gewohnheit hat sich bei uns besonders bewährt.

Nach längeren Spaziergängen werfen wir kurz einen Blick auf Ginos Pfoten.

Das dauert meist weniger als eine Minute.

Wir achten dabei auf:

  • kleine Steinchen
  • Dornen
  • Grannen
  • Risse
  • Fremdkörper
  • Schneeklumpen
  • Streusalzreste
  • Zecken zwischen den Zehen

Gerade zwischen den Ballen verstecken sich Überraschungen oft besser, als man denkt.

Seit wir diese kleine Routine eingeführt haben, fühlen wir uns deutlich sicherer.

Kleine Verletzungen früh erkennen

Nicht jede Verletzung fällt sofort auf.

Manche Hunde humpeln erst Stunden später oder lecken sich immer wieder dieselbe Pfote.

Deshalb lohnt es sich, auf kleine Veränderungen zu achten.

Warnzeichen können sein:

  • häufiges Lecken einer Pfote
  • Humpeln
  • gerötete Ballen
  • kleine Blutspuren
  • sichtbare Risse
  • Schwellungen
  • Fremdkörper zwischen den Zehen

Bei oberflächlichen kleinen Verletzungen reicht häufig eine vorsichtige Reinigung und Beobachtung.

Ist die Wunde tiefer, blutet stärker oder humpelt der Hund deutlich, sollte die Pfote möglichst rasch tierärztlich untersucht werden.

Unsere Pfotenroutine mit Gino

Je mehr wir uns mit diesem Thema beschäftigt haben, desto einfacher wurde unsere Routine.

Sie besteht eigentlich nur aus wenigen Gewohnheiten.

Vor jedem längeren Spaziergang überlegen wir kurz, welche Bedingungen heute herrschen.

  • Ist der Asphalt sehr heiss?
  • Liegt Schnee?
  • Sind die Wege stark gesalzen?

Nach dem Spaziergang kontrollieren wir Ginos Pfoten kurz, entfernen bei Bedarf kleine Steinchen oder Schneeklumpen und spülen im Winter Salzreste mit lauwarmem Wasser ab.

Pfotenbalsam verwenden wir nur dann, wenn die Ballen trocken wirken oder besonders beansprucht wurden. Für uns fühlt sich dieser Weg genau richtig an. Nicht übertrieben. Aber aufmerksam.

Unser Fazit

Früher haben wir Pfoten vor allem als selbstverständlich betrachtet.

Heute wissen wir, wie viel sie jeden Tag leisten.

Sie tragen Gino über Waldwege, Wiesen, Asphalt, Schnee, Kies und manchmal auch über Untergründe, die für sie alles andere als angenehm sind.

Deshalb braucht es oft gar keine aufwendige Pflegeroutine. Viel wichtiger sind regelmässige Kontrollen, ein bewusster Blick auf die Jahreszeit und das rechtzeitige Erkennen kleiner Probleme.

Unsere wichtigste Erkenntnis lautet deshalb:
Pfotenpflege beginnt nicht mit einem Pflegeprodukt. Sie beginnt damit, aufmerksam hinzuschauen.

Liebe Grüsse

Gino 🐾

 

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Unsere Empfehlung

Ein Pfotenbalsam gehört für uns inzwischen in jede gut ausgestattete Hundeapotheke. Er ersetzt zwar keine sorgfältige Kontrolle der Pfoten, kann aber dabei helfen, trockene oder stark beanspruchte Ballen zu pflegen.

Wir empfehlen, beim Kauf auf gut verträgliche Inhaltsstoffe und Produkte zu achten, die speziell für Hunde entwickelt wurden.

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