Darf mein Hund Erdbeeren essen? Gino sagt eher nein
Wenn Frauchen Erdbeeren kauft, steigen die Erwartungen
Hallo, ich bin Gino.
Ein kleiner Maltipoo mit flauschigem Fell, grossen Knopfaugen und einer erstaunlich klaren Meinung zu einem ganz bestimmten Sommer-Snack: Erdbeeren.
Oder besser gesagt: keine Erdbeeren. Zumindest bisher nicht.
Sobald die Erdbeersaison beginnt, freut sich Frauchen jedes Jahr. Frische Erdbeeren gehören für sie einfach zum Sommer dazu. Umso logischer erschien ihr die Idee, mir auch einmal eine anzubieten. Schliesslich hört man überall, dass viele Hunde Erdbeeren lieben.
Nun ja. Ich bin offenbar nicht viele Hunde.
Unsere Erdbeer-Versuche verliefen immer gleich
Mittlerweile haben meine Menschen es mehrmals versucht. Immer nach demselben Muster.
Frauchen hält mir eine Erdbeere hin. Ich schnuppere. Ich schaue die Erdbeere an. Ich schaue Frauchen an. Ich schnuppere nochmals. Und dann gehe ich einfach weiter.
Ohne Drama. Ohne Protest. Ohne Begeisterung.
Die Erdbeere bleibt liegen und Frauchen ist jedes Mal ein kleines bisschen enttäuscht. Ich hingegen bin überzeugt, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.

Dürfen Hunde überhaupt Erdbeeren essen?
Die gute Nachricht vorweg: Ja, Hunde dürfen grundsätzlich Erdbeeren essen.
Erdbeeren gehören zu den Früchten, die für gesunde Hunde in kleinen Mengen unbedenklich sind. Sie enthalten unter anderem Vitamin C, Ballaststoffe, Antioxidantien und viel Wasser. Gleichzeitig sind sie vergleichsweise kalorienarm und werden deshalb oft als gesunder Snack empfohlen.
Gerade im Sommer können Erdbeeren eine erfrischende kleine Belohnung sein. Wichtig ist jedoch wie immer die Menge. Erdbeeren sollten nur gelegentlich gefüttert werden und nicht regelmässig in grossen Mengen im Napf landen. Schliesslich enthalten auch Früchte natürlichen Zucker.
Warum mögen manche Hunde Erdbeeren nicht?
Diese Frage haben sich meine Menschen natürlich gestellt. Wenn doch angeblich alle Hunde Erdbeeren lieben, warum dann ich nicht?
Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: Hunde haben genauso individuelle Vorlieben wie wir Menschen. Manche mögen die Konsistenz nicht. Andere stören sich am Geruch oder an der leichten Säure. Und manche Hunde haben schlicht andere Favoriten.
Bei mir scheint letzteres der Fall zu sein. Denn während Erdbeeren konsequent ignoriert werden, gibt es andere Früchte, die deutlich bessere Chancen haben.
Heidelbeeren sind bei mir der klare Gewinner
Wenn Frauchen Heidelbeeren hervorholt, sieht die Welt plötzlich ganz anders aus.
Die werden nicht erst skeptisch betrachtet. Die werden direkt gegessen. Offenbar treffen Heidelbeeren meinen Geschmack deutlich besser als Erdbeeren.
Warum genau? Keine Ahnung.
Vielleicht sollte die Wissenschaft diese Frage irgendwann einmal untersuchen. Fest steht jedenfalls: Zwischen Erdbeeren und Heidelbeeren gibt es für mich einen klaren Sieger. Und der trägt keine rote Jacke.

Was dürfen Hunde sonst noch essen?
Wer seinem Hund gelegentlich etwas Obst anbieten möchte, hat verschiedene Möglichkeiten. Viele Hunde mögen beispielsweise Heidelbeeren, Wassermelone, Banane, Apfel oder Birne.
Besonders Wassermelone eignet sich im Sommer als kleine Erfrischung. Falls dich das Thema interessiert, findest du dazu auch unseren Artikel „Darf ein Hund Wassermelone essen?“.
Es gibt allerdings auch Früchte, die Hunde keinesfalls fressen sollten. Dazu gehören insbesondere Weintrauben und Rosinen. Diese können bereits in kleinen Mengen gefährlich sein und sollten deshalb konsequent vermieden werden.
Vielleicht mag ich Erdbeeren einfach anders
Was wir bisher noch nicht ausprobiert haben, sind Erdbeeren in verarbeiteter Form. Vielleicht liegt das Problem nämlich gar nicht an der Erdbeere selbst. Vielleicht gefällt mir einfach die rohe Variante nicht.
Frauchen überlegt deshalb schon länger, ob sie Erdbeeren einmal in Hundeeis oder auf einer Schleckmatte ausprobieren soll. Schliesslich habe ich bei gefrorenen Leckereien deutlich weniger Vorbehalte.
Davon erzählen wir übrigens auch im Artikel „Hundeeis selber machen: Unsere ersten Versuche mit gefrorenen Leckereien“.
Eine andere Idee wären selbstgemachte Hundekekse oder kleine Trainingsleckerlis mit Erdbeeren. Aktuell experimentieren wir immer mehr mit selbstgemachten Snacks. Dabei spielen auch Backmatten* eine Rolle, mit denen sich kleine Hundeleckerlis ganz einfach herstellen lassen.
Wer weiss. Vielleicht überzeugen mich Erdbeeren ja doch noch. Sie müssten sich einfach etwas mehr Mühe geben.

Warum wir Obst grundsätzlich selten füttern
Ganz ehrlich: Bei uns spielen Früchte im Alltag keine besonders grosse Rolle. Weder für mich noch für meine Menschen.
Wir essen selbst eher wenig Obst und deshalb landet auch bei mir nur gelegentlich einmal eine Frucht im Napf. Für meine Menschen stehen ohnehin andere Dinge auf meiner Favoritenliste.
Leberwurst. Ein gutes Leckerli. Oder ein gefrorener Kong.
Mit diesen Vorschlägen können sie deutlich zuverlässiger Begeisterung auslösen als mit Erdbeeren.

Fazit: Erdbeeren dürfen, Gino muss nicht
Dürfen Hunde Erdbeeren essen? Ja.
Können Erdbeeren ein gesunder Snack sein? Ebenfalls ja.
Wird jeder Hund sie lieben? Ganz klar nein.
Ich bin der beste Beweis dafür.
Frauchen wird es vermutlich trotzdem weiter versuchen. Vielleicht jedes Jahr einmal. Vielleicht auch zweimal. Und ich werde wahrscheinlich weiterhin höflich schnuppern und dann weitergehen.
Aber wer weiss. Vielleicht entdecke ich irgendwann doch noch meine Liebe zu Erdbeeren.
Vorzugsweise zusammen mit Leberwurst.
Liebe Grüsse
Gino 🐾







