Cremefarbener Maltipoo sitzt gesichert im Auto und schaut aufmerksam aus dem Fenster.

Hund im Auto bei Hitze

Hund im Auto bei Hitze: Was wir als Ersthund-Familie gelernt haben

Autofahren gehört dazu – auch wenn ich kein Fanclub-Mitglied bin

Hallo, ich bin Gino.

Ein kleiner Maltipoo mit flauschigem Fell, grossen Knopfaugen und einer eher neutralen Meinung zum Autofahren.

Es gibt Hunde, die bereits ausrasten vor Freude, sobald der Autoschlüssel klimpert. Andere verstecken sich, wenn sie nur schon das Auto sehen.

Ich liege irgendwo dazwischen.

Ich liebe Autofahren nicht besonders. Ich hasse es aber auch nicht. Solange meine Familie dabei ist, mache ich einfach mit. Schliesslich weiss man nie, wo die Reise hingeht. Vielleicht wartet irgendwo ein spannender Spaziergang, ein neuer See oder sogar ein Ferienabenteuer auf mich.

Maltipoo sitzt auf einer Decke auf dem Beifahrersitz.
Lieblingsplatz im Auto

Wo ich am liebsten mitfahre

Im kleinen Auto habe ich einen klaren Lieblingsplatz.

Den Beifahrersitz.

Natürlich gut gesichert mit meinem Gurt und einer Decke. Von dort aus kann ich wunderbar aus dem Fenster schauen und beobachten, was draussen alles passiert. Autos, Menschen, Fahrräder und manchmal sogar andere Hunde – unterwegs gibt es schliesslich immer etwas zu entdecken.

Wenn wir als ganze Familie unterwegs sind, sieht die Situation etwas anders aus. Dann sitze ich hinten auf der Rückbank zwischen den beiden Jungs. Auch dort bin ich gesichert und habe meine Decke dabei. Ehrlich gesagt gefällt mir dieser Platz ebenfalls ziemlich gut. Ich bin mitten im Geschehen und habe meine ganze Familie in der Nähe.

Schlafen im Auto gehört allerdings nicht zu meinen Stärken. Während andere Hunde stundenlang dösen, beobachte ich lieber die Welt draussen. Deshalb bin ich nach längeren Fahrten oft ziemlich müde, obwohl ich die ganze Zeit nur gesessen habe.

Im Sommer wird Autofahren plötzlich ein anderes Thema

Während Autofahrten im Frühling oder Herbst meist problemlos verlaufen, sieht die Sache im Sommer ganz anders aus.

Viele Menschen unterschätzen, wie schnell sich ein Auto aufheizen kann. Schon bei angenehmen Aussentemperaturen steigen die Temperaturen im Fahrzeug innerhalb kurzer Zeit stark an. Für Hunde wird das besonders schnell gefährlich.

Das Problem ist einfach erklärt: Hunde können nicht schwitzen wie wir Menschen. Sie regulieren ihre Körpertemperatur hauptsächlich über das Hecheln. Genau deshalb geraten Hunde bei Hitze viel schneller an ihre Grenzen als wir.

Wenn wir Menschen im Auto sitzen und denken: „Es ist etwas warm“, kann es für einen Hund bereits unangenehm oder sogar gefährlich werden.

Mehr über unsere Erfahrungen mit hohen Temperaturen erzählen wir übrigens im Artikel „Hund und Hitze: So kommt Gino durch den Sommer“.

Woran wir merken, dass es mir zu warm wird

Bei mir gibt es ein ziemlich klares Warnsignal.

Ich beginne zu hecheln.

Natürlich hecheln Hunde auch aus Freude oder Aufregung. Aber meine Menschen merken inzwischen ziemlich gut, wann das Hecheln von der Wärme kommt. Es wird stärker, regelmässiger und hört nicht mehr so schnell auf.

Spätestens dann wissen sie, dass eine Pause sinnvoll wäre.

Maltipoo trinkt Wasser während einer Reisepause.
Pause auf Reisen

Zum Glück reagieren sie ziemlich schnell. Wasser wird angeboten, die Klimaanlage überprüft und wenn möglich wird die nächste Pause eingelegt. Gerade bei längeren Fahrten macht das einen grossen Unterschied.

Im Sommer helfen manchmal auch kleine Abkühlungen. Über unsere ersten Versuche mit gefrorenen Snacks berichten wir im Artikel „Hundeeis selber machen: Unsere ersten Versuche mit gefrorenen Leckereien“.

Unsere längste Autofahrt

Die bisher längste Autofahrt hatten wir während einer Reise, bei der wir unerwartet in einen längeren Stau geraten sind.

Insgesamt waren wir fast fünf Stunden unterwegs.

Natürlich haben meine Menschen regelmässig Pausen eingelegt. Wasser war immer dabei und dank Klimaanlage blieb es im Auto angenehm. Trotzdem merkte ich am Ende deutlich, dass diese Fahrt anstrengender war als ein normaler Ausflug.

Als wir angekommen waren, war ich ziemlich erledigt.

Nicht weil etwas Schlimmes passiert wäre. Sondern weil Autofahren für Hunde eben ebenfalls Konzentration bedeutet. Neue Geräusche, Bewegungen, Gerüche und Eindrücke sorgen dafür, dass man am Ende eines Reisetages ganz schön müde sein kann.

Warum wir mich nie alleine im Auto lassen

Dieses Thema ist meiner Familie besonders wichtig.

Im Sommer ist die Gefahr offensichtlich. Schon wenige Minuten können reichen, damit die Temperaturen im Auto kritisch werden.

Deshalb lautet unsere Regel ganz einfach:

Ich bleibe nicht alleine im Auto.

Familienhund während einer Sommerreise im Auto.
Sommerreise mit Hund

Wenn wir unterwegs sind, wird so geplant, dass entweder alle gemeinsam aussteigen oder jemand bei mir bleibt. Das funktioniert für uns sehr gut und gibt allen ein gutes Gefühl.

Interessanterweise gilt diese Regel nicht nur im Sommer. Auch im Winter sind meine Menschen vorsichtig. Während wir Menschen uns mit Jacken warmhalten können, sieht das bei einem kleinen Hund anders aus. Deshalb vermeiden wir es grundsätzlich, mich alleine im Auto zurückzulassen.

Unsere Checkliste für Autofahrten im Sommer

Mit jeder Reise lernen wir etwas dazu. Mittlerweile gibt es einige Dinge, die bei Sommerfahrten immer dabei sind.

An erster Stelle steht Wasser. Ohne Wasser fahren wir im Sommer praktisch nie los. Ausserdem achten meine Menschen auf regelmässige Pausen, ausreichend Schatten und eine funktionierende Klimaanlage.

Wenn möglich starten wir längere Fahrten früh am Morgen. Das hat gleich mehrere Vorteile. Es ist kühler, die Sonne brennt noch nicht so stark und häufig gibt es weniger Verkehr.

Besonders bei längeren Reisen macht das die Fahrt deutlich angenehmer.

Bei Spazierpausen achten meine Menschen übrigens auch immer auf Zecken. Gerade auf Reisen oder bei Waldspaziergängen kann man schnell ungebetene Mitfahrer einsammeln. Mehr dazu erfährst du im Artikel „Zecken beim Hund: Wie Mama fast paranoid wurde“.

Unsere Vorbereitungen für den Gardasee

In wenigen Wochen steht für uns ein besonderes Abenteuer bevor.

Wir fahren gemeinsam an den Gardasee.

Darüber erzählen wir ausführlich im Artikel „Sommerferien mit Hund: Unsere Vorbereitungen für den Gardasee“.

Da die Strecke mehrere Stunden dauert, planen meine Menschen besonders sorgfältig. Wir möchten möglichst früh losfahren, genügend Pausen einlegen und die heissesten Stunden des Tages möglichst vermeiden.

Ausserdem bin ich natürlich gespannt auf alles, was mich dort erwartet. Wasser habe ich ja bereits kennengelernt. Vielleicht wage ich mich am Gardasee sogar noch ein kleines Stück weiter hinein als bisher. Meine bisherigen Erfahrungen mit Wasser kannst du im Artikel Baden mit Hund: Unser erster Sommer am Wasser nachlesen.

Entspannter Maltipoo nach einer langen Autofahrt.
Angekommen

Was wir anderen Ersthund-Familien mitgeben würden

Wenn wir als Familie etwas gelernt haben, dann dies:

Autofahren mit Hund muss kein Stress sein.

Mit etwas Vorbereitung lässt sich vieles vermeiden. Wasser, Pausen, Schatten und eine gute Planung machen oft den entscheidenden Unterschied.

Vor allem sollte man die Hitze nie unterschätzen. Hunde zeigen oft erst relativ spät, wenn ihnen wirklich zu warm wird. Umso wichtiger ist es, frühzeitig mitzudenken und lieber einmal mehr anzuhalten als einmal zu wenig.

Fazit: Autofahren ist okay – solange alle mitkommen

Ich werde wahrscheinlich nie der Hund sein, der vor Begeisterung ins Auto springt.

Aber ich fahre mit.

Solange meine Familie dabei ist, die Klimaanlage läuft und ich unterwegs etwas beobachten kann, komme ich ganz gut zurecht.

Und wenn ich zwischen meinen beiden Jungs auf der Rückbank sitzen darf, ist die Fahrt sowieso schon deutlich angenehmer.

Liebe Grüsse

Gino 🐾

 

 

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