Cremefarbener Maltipoo wird gebürstet

Fellpflege

Fellpflege beim Maltipoo

Was uns niemand gesagt hat – unsere ehrlichen Erfahrungen mit Gino

Hallo, ich bin Gino.

Ein kleiner Maltipoo mit flauschigem Fell, grossen Knopfaugen und einer grossen Schwäche für alles, was nach Leberwurst aus der Tube riecht.

Bevor ich bei meiner Familie eingezogen bin, haben meine Menschen viel über Maltipoos gelesen. Sie haben erfahren, dass Maltipoos kaum haaren, familienfreundlich sind und als ideale Anfängerhunde gelten. Was ihnen allerdings kaum jemand gesagt hat: Dieses süsse, flauschige Fell braucht deutlich mehr Pflege, als viele erwarten.

Heute weiss meine Familie, dass „kaum haaren“ nicht automatisch bedeutet, dass man weniger Aufwand hat. Tatsächlich kann sogar das Gegenteil der Fall sein. Denn die Haare landen nicht auf dem Boden oder auf dem Sofa, sondern bleiben im Fell hängen. Genau dort entstehen mit der Zeit Knoten und Verfilzungen.

Der grösste Irrtum über Maltipoos

Wenn Menschen nach einem pflegeleichten Hund suchen, taucht der Maltipoo regelmässig ganz oben auf. Der Grund dafür ist nachvollziehbar: Viele Maltipoos verlieren nur sehr wenige Haare und gelten deshalb oft als unkompliziert.

Was dabei häufig vergessen wird: Die Haare verschwinden nicht einfach. Sie wachsen weiter und bleiben im Fell. Dadurch können sich lockige und wellige Haare ineinander verhaken. Je länger das Fell wird, desto schneller passiert das.

Besonders wenn ein Hund gerne draussen unterwegs ist, durch hohes Gras läuft, mit Geschirr spazieren geht oder bei Regenwetter unterwegs ist, entstehen erstaunlich schnell kleine Knoten. Werden diese nicht rechtzeitig entdeckt, entwickeln sich daraus Verfilzungen, die später deutlich schwieriger zu entfernen sind.

Bürste allein reicht oft nicht
Bürste allein reicht oft nicht

Warum das Fell eines Maltipoos besonders ist

Der Maltipoo ist eine Mischung aus Malteser und Pudel. Genau deshalb gleicht kaum ein Fell dem anderen. Manche Maltipoos haben eher glattes Fell, andere lockiges Pudel-Fell und viele liegen irgendwo dazwischen.

Diese Mischung sieht wunderschön aus, bringt aber ihre eigenen Herausforderungen mit sich. Lockiges und welliges Fell neigt dazu, sich gegenseitig zu verhaken. Feuchtigkeit, Bewegung und Reibung verstärken diesen Effekt zusätzlich.

Deshalb überrascht es nicht, dass Fellpflege zu den Themen gehört, über die sich neue Maltipoo-Besitzer am häufigsten austauschen. Wenn du gerade erst einen Welpen bekommen hast, könnte dich übrigens auch unser Artikel „Die 5 Dinge, die uns niemand über Maltipoos gesagt hat“ interessieren. Dort haben wir weitere Überraschungen gesammelt, die uns im ersten Jahr mit Gino begegnet sind.

Unsere grösste Überraschung: Bürsten allein reicht nicht

Wenn man sich auf die Fellpflege vorbereitet, kauft man meistens zuerst eine Bürste. Das haben wir natürlich auch gemacht. Wir waren überzeugt, damit bestens ausgerüstet zu sein.

Die Realität sah allerdings etwas anders aus.

Unsere grösste Überraschung war, dass eine Bürste allein oft nicht ausreicht. Das Fell sieht nach dem Bürsten zwar gepflegt aus, doch die tiefer liegenden Knoten bleiben häufig verborgen. Mehr als einmal waren wir überzeugt, dass alles perfekt aussieht, bis wir anschliessend mit dem Kamm nachkontrolliert haben.

Plötzlich tauchten Verfilzungen auf, die wir mit der Bürste überhaupt nicht bemerkt hatten.

Seitdem gehört bei uns beides zusammen:

  • eine Bürste zum Lockern und Entwirren
  • ein Metallkamm zum Kontrollieren der tieferen Fellschichten.

Gerade ein hochwertiger Metallkamm* hilft dabei, auch tiefer liegende Verfilzungen rechtzeitig zu entdecken.

 

Maltipoo mit markierten Fellpflege-Zonen
Typische Problemzonen beim Maltipoo

Die Problemzonen, die wir regelmässig kontrollieren

Mit der Zeit haben wir gelernt, dass bestimmte Körperstellen besonders anfällig für Verfilzungen sind.

An erster Stelle stehen die Ohren. Dabei meinen wir nicht nur den Bereich hinter den Ohren, sondern auch die Ohren selbst. Dort ist das Fell oft feiner und bewegt sich ständig. Genau deshalb entstehen dort besonders schnell Knoten.

Eine weitere Problemzone ist der Schwanz. Das hat uns ehrlich gesagt überrascht. Gerade dort bilden sich oft kleine Verfilzungen, die man zunächst gar nicht bemerkt.

Besonders aufmerksam kontrollieren wir ausserdem:

  • Brustbereich
  • Achseln
  • unter den Vorderarmen
  • Bereiche unter dem Geschirr

Durch die ständige Reibung entstehen dort regelmässig kleine Knoten. Wer seinen Hund mit Geschirr führt, sollte diese Stellen besonders gut im Auge behalten.

Wie oft bürsten wir wirklich?

Die ehrliche Antwort lautet:

Es kommt auf die Felllänge an.

Direkt nach dem Friseur ist die Fellpflege deutlich einfacher. Je länger das Fell wird, desto häufiger müssen wir bürsten. Aktuell versuchen wir, ungefähr alle zwei Tage zu bürsten. Spätestens gegen Ende eines Friseurintervalls merkt man allerdings deutlich, dass das Fell mehr Aufmerksamkeit braucht.

Was dabei hilft: Wir sehen das Bürsten nicht als lästige Pflicht, sondern eher als gemeinsame Familienaktivität.

Unser Geheimtrick: Leberwurst

Schon als Welpe wurde ich beim Bürsten mit Leberwurst aus der Tube belohnt. Dadurch habe ich sehr früh gelernt, dass Fellpflege etwas Positives ist.

Heute läuft das meistens so ab:

Eine Person hält die Tube.
Eine Person bürstet.
Und ich konzentriere mich auf das Wesentliche. 😄

Das Lustige daran: Es muss gar nicht unbedingt viel Leberwurst herauskommen. Manchmal reicht es völlig, an der Tube zu schlecken. Für mich ist das bereits ein kleines Fest.

Ohne Leberwurst wäre die Fellpflege vermutlich deutlich schwieriger. Deshalb gehört eine Leberpaste aus der Tube* bei uns fast schon zur Fellpflege-Ausrüstung. Sie macht das Bürsten für Gino deutlich entspannter und ist aus unserer Routine kaum mehr wegzudenken.

Maltipoo beim Hundefriseur
Der Besuch beim Hundefriseur

Der Hundefriseur ist für uns keine Luxusleistung

Eine weitere Erkenntnis unseres ersten Jahres:

Ein Hundefriseur ist für viele Maltipoos keine Ausnahme, sondern ein fester Bestandteil der Fellpflege.

Wir gehen zu Glückspelz – und finden allein den Namen schon grossartig.

Vor Kurzem hatten wir den Termin erst nach zehn Wochen. Das war eindeutig zu lange. Mein Fell war deutlich gewachsen und besonders rund um die Augen wurde es langsam kritisch. Frauchen traut sich nicht, dort selbst zur Schere zu greifen, was vermutlich eine vernünftige Entscheidung ist.

Unsere Erfahrung zeigt, dass etwa acht Wochen deutlich besser funktionieren. Dann bleibt die Fellpflege zwischen den Terminen überschaubar und die Verfilzungen halten sich in Grenzen.

Baden: Wir machen es pragmatisch

Auch beim Baden gibt es unzählige Meinungen. Manche Hundehalter baden sehr selten, andere deutlich häufiger.

Wir haben für uns einen einfachen Weg gefunden: Wenn ich schmutzig bin, wird gebadet.

Besonders nach Regenwetter, Matsch-Spaziergängen oder anderen Abenteuern lande ich relativ schnell in der Badewanne. Im Durchschnitt passiert das ungefähr alle zwei Wochen.

Dabei verwenden wir gelegentlich ein mildes Welpenshampoo*, wenn ich nach einem besonders schmutzigen Spaziergang ein Bad brauche. Allerdings nicht bei jedem Bad. Viel wichtiger scheint Frauchen, dass das Fell sauber bleibt und anschliessend gründlich getrocknet wird.

Interessanterweise mag ich das Baden selbst mittlerweile ganz gut. Was ich überhaupt nicht mag, ist das Gefühl eines nassen Fells danach. Nach dem Baden werde ich zuerst mit einem weichen Mikrofaser-Hundetrockentuch* abgetrocknet, bevor der Rest selbst trocknet. Das Tuch nimmt erstaunlich viel Wasser auf und verkürzt die Trockenzeit deutlich. Bademäntel und Decken werden von mir konsequent abgelehnt. Ich bevorzuge es, auf meine eigene Art wieder trocken zu werden.

Was wir heute anders machen würden

Wenn wir noch einmal ganz von vorne starten könnten, würden wir von Anfang an mit Bürste und Kamm arbeiten. Viele Verfilzungen hätten wir dadurch vermutlich früher entdeckt.

Ausserdem würden wir die typischen Problemzonen konsequenter kontrollieren:

  • Ohren
  • Hinter den Ohren
  • Schwanz
  • Brustbereich
  • Achseln
  • Geschirrzonen

Gerade diese Bereiche entscheiden oft darüber, ob die Fellpflege entspannt bleibt oder plötzlich sehr aufwendig wird.

Maltipoo nach einem Bad
Baden nach dem Spaziergang

Fazit

Maltipoos sind wunderbare Familienhunde. Ihr Fell würden wir allerdings nicht als pflegeleicht bezeichnen. Zumindest nicht, wenn man es gesund, weich und frei von Verfilzungen halten möchte.

Die gute Nachricht ist: Mit etwas Routine wird Fellpflege schnell Teil des Alltags. Eine gute Bürste, ein stabiler Metallkamm, regelmässige Friseurtermine und eine Tube Leberwurst können dabei wahre Wunder wirken.

Und falls du gerade überlegst, ob man wirklich zwei Personen zum Bürsten braucht:

Frag einfach deinen Hund.

Wenn dabei Leberwurst im Spiel ist, lautet die Antwort wahrscheinlich Ja. 😄

Falls dich das Thema Ernährung ebenfalls interessiert, schau gerne auch in unsere Artikel „Nahrungsergänzung für Hunde: Sinnvoll oder nur Marketing?“, „Was ist BARF wirklich?“ oder „Nassfutter oder Trockenfutter? Was wirklich besser für Hunde ist“ hinein. Viele Themen rund um Fell, Haut und Gesundheit hängen nämlich enger zusammen, als wir ursprünglich gedacht hätten.

Liebe Grüsse

Gino 🐾

 

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Unsere Fellpflege-Empfehlungen

Für Gino’s Fellpflege verwenden wir aktuell hauptsächlich diese Produkte::

  • Bürste
  • Slicker Brush
  • Metallkamm
  • Welpenshampoo
  • Leberpaste aus der Tube
  • Mikrofaser-Trockentuch
  • Scheren-Set

👉 Alle Empfehlungen zu diesem Thema ansehen*.

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