Baden mit Hund: Unser erster Sommer am Wasser
Gino, das Wasser und die grosse Frage: Schwimmen oder nicht?
Hallo, ich bin Gino.
Ein kleiner Maltipoo mit flauschigem Fell, grossen Knopfaugen und einer überraschend entspannten Beziehung zum Wasser. Zumindest solange meine Pfoten noch den Boden berühren.
Denn obwohl ich mittlerweile 14 Monate alt bin, gibt es eine Frage, die wir bis heute nicht beantworten können: Kann ich eigentlich schwimmen? Meine Menschen wissen es nicht. Ich weiss es auch nicht. Und genau deshalb wird dieser Sommer besonders spannend.
Wasser? Gerne. Schwimmen? Mal schauen.
In der Nähe unseres Zuhauses gibt es einen See. Dort durfte ich bereits mehrfach ans Wasser. Ich schnuppere interessiert am Ufer entlang, laufe hinein und erkunde alles ganz genau. Solange das Wasser ungefähr bis zum Bauch reicht, finde ich das ziemlich angenehm. Doch noch bevor meine Pfoten den Boden verlieren könnten, drehe ich meistens wieder um.
Nicht aus Angst. Eher nach dem Motto: Bis hierhin und nicht weiter. Deshalb können wir bis heute nicht sagen, ob ich tatsächlich schwimmen würde oder ob ich lieber ein Hund bleibe, der einfach gerne im flachen Wasser steht.

Der Hundepool war ein Anfang
Ganz wasserunerfahren bin ich allerdings nicht. Meine Menschen hatten mir bereits einen kleinen Hundepool gekauft. Gut, eigentlich war es eher eine Pfütze mit Pool-Ambitionen. Viel tiefer als fünf Zentimeter war das Wasser nicht. Aber für einen kleinen Maltipoo ist auch das schon ein kleines Abenteuer.
Leider hielt der Pool nicht besonders lange durch. Trotzdem würden meine Menschen für den nächsten Sommer wahrscheinlich wieder einen kaufen. Gerade an heissen Tagen kann ein Hundepool eine tolle Möglichkeit zur Abkühlung sein.
Duschen funktioniert überraschend gut
Was viele vielleicht überrascht: Mit Duschen habe ich überhaupt kein Problem. Wenn Frauchen die Badewanne vorbereitet und die Duschbrause hervorholt, steige ich inzwischen ganz entspannt hinein. Ich bleibe stehen, lasse mich abduschen und mache erstaunlich gut mit. Das hätten meine Menschen am Anfang vermutlich nicht erwartet.
Das eigentliche Problem beginnt nämlich erst danach. Nass werden ist okay. Nass sein dagegen überhaupt nicht. Sobald das Wasser ausgestellt wird, beginnt der Teil, den ich deutlich weniger schätze. Frauchen versucht dann meistens, mich mit einem Handtuch abzutrocknen. Manchmal kommt sogar ein Hundebademantel zum Einsatz. Eine Erfindung, die Menschen offenbar grossartig finden. Ich persönlich sehe das etwas kritischer.
Während Frauchen begeistert erklärt, wie praktisch das sei, versuche ich herauszufinden, wie schnell ich dieses Ding wieder loswerde. Für Hunde, die nach dem Baden schnell frieren, können Hundebademäntel allerdings tatsächlich praktisch sein.

Warum viele Hunde Wasser lieben
Bei unserer Recherche haben wir festgestellt, dass Wasser für viele Hunde im Sommer eine tolle Möglichkeit zur Abkühlung sein kann. Gerade an heissen Tagen hilft Wasser dabei, die Körpertemperatur angenehmer zu halten. Nach unseren Erfahrungen aus dem Artikel „Hund und Hitze: 10 Dinge, die wir als Ersthund-Familie gelernt haben“ wissen wir inzwischen, wie wichtig das sein kann.
Allerdings gilt auch hier: Nicht jeder Hund ist automatisch eine Wasserratte. Manche Hunde springen begeistert in jeden See. Andere beobachten das lieber vom Ufer aus. Und beides ist völlig in Ordnung. Jeder Hund hat seinen eigenen Charakter und sein eigenes Tempo.
Muss ein Hund schwimmen können?
Je mehr wir darüber gelesen haben, desto mehr wurde uns klar: Nein, ein Hund muss nicht schwimmen können. Viele Hunde gehen gerne ins Wasser, ohne jemals wirklich zu schwimmen. Sie waten, kühlen sich ab, planschen ein wenig und sind damit vollkommen glücklich.
Genau so sieht es aktuell auch bei mir aus. Ich geniesse das Wasser, solange ich den Boden unter den Pfoten spüre. Alles andere werden wir irgendwann herausfinden.

Die grosse Gardasee-Mission
In wenigen Wochen fahren wir gemeinsam an den Gardasee. (Details zur Vorbereitung kannst du hier nachlesen.) Natürlich komme ich mit. Dort wartet nicht nur ein grosser See auf mich. Meine Menschen haben noch weitere Pläne. Sie möchten ausprobieren, ob ich mit auf ein Stand-up-Paddle komme. Und heute gehen wir sogar noch in den Hundeshop, um eine Schwimmweste für mich zu kaufen.
Ehrlich gesagt weiss ich noch nicht genau, was ich von diesem Plan halten soll. Meine Menschen scheinen allerdings sehr motiviert zu sein. Und wenn wir schon dabei sind: Eine Schwimmweste gehört zu den Dingen, bei denen meine Menschen lieber auf Nummer sicher gehen. Gerade für kleinere Hunde oder bei ersten Ausflügen auf einem Stand-up-Paddle kann eine Hundeschwimmweste durchaus sinnvoll sein.
Was wir anderen Ersthund-Familien raten würden
Wenn dein Hund bisher noch wenig Kontakt mit Wasser hatte, würden wir nichts erzwingen. Viele Hunde entdecken Wasser ganz von alleine. Flache Uferbereiche, Geduld und positive Erfahrungen sind oft deutlich hilfreicher als Druck.
✔ Nichts erzwingen
✔ Dem Hund Zeit geben
✔ Positive Erfahrungen schaffen
✔ Flache Uferbereiche nutzen
✔ Sicherheit vor Abenteuer stellen
✔ Bei Unsicherheit eine Schwimmweste verwenden

Fazit: Die Antwort kennen wir noch nicht
Die Frage, ob ich gerne schwimme, können wir aktuell noch nicht beantworten. Fragt uns in ein paar Wochen noch einmal.
Vielleicht komme ich dann gerade von einer Runde auf dem Gardasee zurück. Vielleicht sitze ich auf einem Stand-up-Paddle. Oder vielleicht stehe ich weiterhin nur bis zum Bauch im Wasser und finde, dass das völlig ausreichend ist.
Und ganz ehrlich? Das wäre wahrscheinlich die typischste Gino-Antwort überhaupt.
Liebe Grüsse,
Gino 🐾







