Die grosse Pflegeroutine für kleine Hunde
Fell, Zähne, Ohren, Krallen und Pfoten richtig pflegen
Hallo, ich bin Gino. 🐾
Ich bin ein kleiner Maltipoo mit flauschigem Fell, neugieriger Nase und einer grossen Leidenschaft für alles, was essbar sein könnte.
Wenn Frauchen die Bürste hervorholt, weiss ich inzwischen ziemlich genau, was kommt. Danach folgt manchmal noch ein kurzer Blick in meine Ohren, ein Kontrollgriff an die Pfoten oder, mein persönlicher Favorit, das Zähneputzen. Na gut, letzteres würde ich freiwillig wohl eher auslassen. Zum Glück weiss ich aber inzwischen, dass nach der ganzen Pflege meistens auch ein Leckerli auf mich wartet.
Als ich bei meiner Familie eingezogen bin, dachten wir ehrlich gesagt, Hundepflege bedeutet vor allem regelmässiges Bürsten. Schliesslich fällt bei einem Maltipoo das weiche Fell sofort auf. Mit der Zeit haben wir jedoch gemerkt, dass zu einer guten Pflegeroutine viel mehr gehört. Auch die Zähne, Ohren, Krallen und Pfoten verdienen regelmässige Aufmerksamkeit. Nicht, weil ständig etwas passieren würde, sondern weil kleine Veränderungen so früh erkannt werden können.
Das Gute daran: Eine sinnvolle Pflegeroutine braucht viel weniger Zeit, als man am Anfang vermutet. Viele Kontrollen dauern nur wenige Minuten und lassen sich ganz unkompliziert in den Alltag integrieren. Genau diese Erfahrungen möchten wir in diesem Artikel mit dir teilen.
Wir zeigen dir, welche Pflege wir selbst übernehmen, welche Aufgaben wir bewusst unserem Hundefriseur oder Tierarzt überlassen und weshalb wir heute froh sind, von Anfang an kleine Routinen aufgebaut zu haben.

Warum eine feste Pflegeroutine so wichtig ist
Wenn man einen Hund bekommt, beschäftigt man sich zuerst mit Futter, Schlafplatz, Leine und Spielzeug. Die regelmässige Pflege rückt oft erst später in den Fokus. Uns ging es ganz ähnlich. Erst im Alltag wurde uns bewusst, wie viele kleine Dinge eigentlich dazugehören und wie wertvoll eine feste Routine sein kann.
Eine gute Pflegeroutine bedeutet nämlich nicht, den Hund ständig zu bürsten oder täglich ein grosses Pflegeprogramm durchzuführen. Vielmehr geht es darum, kurze Kontrollen ganz selbstverständlich in den Alltag einzubauen. Während wir Gino bürsten, werfen wir automatisch einen Blick auf seine Haut. Beim Zähneputzen fällt uns sofort auf, wenn sich das Zahnfleisch verändert. Nach einem Spaziergang kontrollieren wir kurz seine Pfoten und entfernen bei Bedarf kleine Steinchen oder andere Fremdkörper.
Ein weiterer Vorteil ist, dass man seinen Hund mit der Zeit unglaublich gut kennenlernt. Wer regelmässig Fell, Pfoten oder Ohren kontrolliert, bemerkt kleine Veränderungen oft viel früher. Genau deshalb sehen wir unsere Pflegeroutine heute nicht mehr als lästige Pflicht, sondern als festen Bestandteil unseres gemeinsamen Alltags.
Fellpflege – der wichtigste Teil unserer Routine
Wenn wir an Hundepflege denken, fällt uns als Erstes natürlich das Fell ein. Gerade bei einem Maltipoo gehört die Fellpflege einfach dazu. Das weiche, lockige Fell besitzt kaum Unterwolle und kann relativ schnell verfilzen. Wir haben deshalb früh gelernt, dass regelmässiges Bürsten deutlich angenehmer ist, als später kleine Filzknoten mühsam entfernen zu müssen.
Heute bürsten wir Gino mehrmals pro Woche. Das dauert meistens nur wenige Minuten und ist inzwischen zu einem ganz entspannten Ritual geworden. Dabei entdecken wir oft kleine Ästchen, Blätter oder Kletten, die sich nach unseren Spaziergängen im Fell versteckt haben. Gleichzeitig werfen wir automatisch einen Blick auf seine Haut und würden sofort bemerken, falls sich irgendwo eine Rötung, eine kleine Verletzung oder eine Zecke befindet.
Besonders bewährt haben sich für uns eine Slicker-Bürste für kleine Hunde* und ein Metallkamm*, mit dem wir das Fell nach dem Bürsten noch einmal sorgfältig durchkämmen. Gebadet wird Gino dagegen nur bei Bedarf und selbstverständlich mit einem milden Hundeshampoo für empfindliche Haut*, damit Haut und Fell nicht unnötig belastet werden.
Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, welche Bürsten wir verwenden, wie wir Verfilzungen vermeiden und weshalb ein Maltipoo besondere Fellpflege benötigt, findest du alle unsere Erfahrungen im ausführlichen Artikel Fellpflege beim Maltipoo.
Zahnpflege – etwas, das wir am Anfang unterschätzt haben
Rückblickend würden wir sagen, dass die Zahnpflege das Thema war, das wir zu Beginn am meisten unterschätzt haben. Man beschäftigt sich mit Futter, Erziehung und Spaziergängen. An die Zähne denkt man dagegen oft erst, wenn der Hund bereits älter ist. Dabei entwickeln gerade kleine Hunderassen deutlich häufiger Zahnstein als viele grosse Hunde.
Heute gehört das Zähneputzen ganz selbstverständlich zu unserer Routine. Natürlich springt Gino nicht vor Freude auf, wenn wir die Zahnbürste hervorholen. Trotzdem funktioniert es erstaunlich gut, weil wir langsam angefangen haben und jede positive Erfahrung mit viel Lob und einem kleinen Leckerli verbunden haben.
Für den Einstieg fanden wir eine Fingerzahnbürste für Hunde* besonders angenehm, weil sie sanft über die Zähne gleitet und wir dabei ein gutes Gefühl für den Druck haben. Später haben wir zusätzlich eine Hundezahnbürste* ausprobiert. Verwendet wird dabei ausschliesslich eine enzymatische Hundezahnpasta*, da normale Zahnpasta für Menschen für Hunde ungeeignet ist. Ergänzend bekommt Gino regelmässig Dental-Kauartikel*, die die Zahnpflege sinnvoll unterstützen können – das Zähneputzen ersetzen sie allerdings nicht.
Alles, was wir über Zahnbelag, Zahnstein, Zahnpflege und unsere Erfahrungen gelernt haben, haben wir ausführlich im Artikel Zahnpflege beim Hund zusammengefasst.

Ohren regelmässig kontrollieren – oft genügen wenige Sekunden
Die Ohren gehören zu den Bereichen, die im Alltag schnell vergessen gehen. Uns ging es anfangs genauso. Während wir das Fell regelmässig gebürstet haben, dachten wir kaum daran, auch einen kurzen Blick in Ginos Ohren zu werfen. Dabei dauert diese Kontrolle oft weniger als eine Minute und lässt sich wunderbar mit der Fellpflege verbinden.
Heute heben wir mindestens einmal pro Woche vorsichtig seine Ohren an und schauen hinein. Wir achten darauf, ob die Ohren sauber aussehen, ob sie unangenehm riechen oder ob uns etwas Ungewöhnliches auffällt. Auch wenn Gino plötzlich häufiger den Kopf schütteln oder sich vermehrt an den Ohren kratzen würde, wäre das für uns ein Zeichen, genauer hinzuschauen.
Zum Glück mussten wir bisher noch nie wegen seiner Ohren zum Tierarzt. Sollte uns aber einmal etwas auffallen, würden wir das nicht selbst behandeln, sondern immer professionell abklären lassen. Für uns gehört die Ohrenkontrolle deshalb einfach zu einer guten Pflegeroutine, unkompliziert, schnell und ohne grossen Aufwand.
Krallen im Blick behalten – nicht alles müssen wir selbst machen
Gerade als Ersthunde-Familie haben wir schnell gemerkt, dass man nicht jede Aufgabe selbst übernehmen muss. Das gilt besonders für die Krallenpflege. Natürlich schauen wir uns Ginos Krallen regelmässig an und achten darauf, dass er normal läuft und keine Beschwerden zeigt. Das eigentliche Kürzen überlassen wir aber ganz bewusst unserem Hundefriseur.
Bei jedem Termin werden seine Krallen kontrolliert und bei Bedarf fachgerecht gekürzt. Für uns ist das die angenehmste Lösung. Wir müssen keine Angst haben, versehentlich zu viel abzuschneiden, und wissen gleichzeitig, dass Gino gut versorgt ist.
Diese Erfahrung möchten wir auch anderen neuen Hundebesitzern mitgeben. Es ist überhaupt keine Schwäche, einzelne Pflegeschritte einem Profi zu überlassen. Im Gegenteil: Manchmal sorgt genau das für mehr Sicherheit und weniger Stress, sowohl für den Hund als auch für seine Menschen.

Pfoten kontrollieren – eine kleine Gewohnheit mit grosser Wirkung
Wenn wir von einem Spaziergang nach Hause kommen, gehört ein kurzer Blick auf Ginos Pfoten inzwischen ganz selbstverständlich dazu. Oft dauert diese Kontrolle weniger als eine Minute. Trotzdem gibt sie uns jedes Mal ein gutes Gefühl.
Zwischen den Ballen können sich kleine Steinchen, trockene Gräser oder andere Fremdkörper verstecken. Nach einem Waldspaziergang schauen wir deshalb besonders aufmerksam hin. Auch nach längeren Touren über Schotterwege oder im Sommer auf heissem Asphalt werfen wir einen kurzen Blick auf seine Ballen.
Im Winter kontrollieren wir zusätzlich, ob Schnee oder Streusalz zwischen den Pfoten hängen geblieben sind. Viel mehr machen wir im Alltag allerdings nicht. Bis heute mussten wir weder Pfotenbalsam verwenden noch besondere Pflegeprodukte einsetzen. Für uns reicht es vollkommen, die Pfoten regelmässig zu kontrollieren und bei Bedarf vorsichtig zu reinigen.
Wenn dich dieses Thema interessiert, wirst du viele weitere Tipps in unserem geplanten Artikel Pfotenpflege im Sommer und Winter finden.
Unsere Pflegeroutine mit Gino
Mit der Zeit haben wir gemerkt, dass Pflege viel einfacher wird, wenn sie nicht als einzelne Aufgaben betrachtet wird. Stattdessen haben wir kleine Gewohnheiten entwickelt, die ganz selbstverständlich in unseren Alltag passen.
Mehrmals pro Woche bürsten wir Gino. Währenddessen kontrollieren wir automatisch auch seine Haut und werfen einen kurzen Blick in seine Ohren. Das Zähneputzen gehört ebenfalls fest zu unserer Routine. Nach längeren Spaziergängen schauen wir kurz seine Pfoten an und bei den regelmässigen Besuchen beim Hundefriseur werden die Krallen kontrolliert.
Keine dieser Aufgaben dauert besonders lange. Zusammengenommen sorgen sie aber dafür, dass wir Veränderungen früh erkennen und Gino rundum gepflegt bleibt. Für uns fühlt sich das längst nicht mehr nach Arbeit an. Es gehört einfach zu unserem gemeinsamen Alltag, genauso wie Spaziergänge, Spielen oder Kuscheln auf dem Sofa.
Und falls du dich fragst, wie motiviert Gino bei der ganzen Sache mitmacht: Sagen wir es so … ein kleines Leckerli am Schluss wirkt manchmal wahre Wunder.
Die häufigsten Fehler bei der Hundepflege
Seit Gino bei uns lebt, haben wir selbst einiges gelernt. Rückblickend würden wir heute manche Dinge anders machen. Vielleicht helfen dir unsere Erfahrungen dabei, einige typische Anfängerfehler zu vermeiden.
Viele Hundebesitzer beginnen erst mit dem Bürsten, wenn sich bereits kleine Verfilzungen gebildet haben. Dabei ist regelmässige Fellpflege viel angenehmer und spart später viel Zeit. Ähnlich verhält es sich mit der Zahnpflege. Wer früh damit beginnt, macht es seinem Hund und sich selbst deutlich einfacher.
Auch Ohren und Pfoten geraten im Alltag schnell in Vergessenheit, obwohl ihre Kontrolle oft nur wenige Sekunden dauert. Gleichzeitig muss man sich aber auch nicht unter Druck setzen. Niemand muss jede Pflegeaufgabe perfekt beherrschen. Wir haben uns beispielsweise bewusst entschieden, die Krallenpflege unserem Hundefriseur zu überlassen und fühlen uns mit dieser Lösung sehr wohl.
Unser grösster Lernerfolg war deshalb nicht eine bestimmte Technik oder ein spezielles Produkt. Es war die Erkenntnis, dass eine kleine, regelmässige Routine viel wertvoller ist als seltene, grosse Pflegeaktionen.

Unser Fazit
Als Gino bei uns eingezogen ist, hätten wir nie gedacht, dass Hundepflege einmal so selbstverständlich zu unserem Alltag gehören würde. Damals verbanden wir sie hauptsächlich mit Bürsten und gelegentlichem Baden. Heute wissen wir, dass eine gute Pflegeroutine viel mehr umfasst und trotzdem weder kompliziert noch zeitaufwendig sein muss.
Fell, Zähne, Ohren, Krallen und Pfoten verdienen regelmässige Aufmerksamkeit. Nicht, weil ständig etwas passieren könnte, sondern weil kleine Veränderungen so früh erkannt werden können. Gleichzeitig haben wir gelernt, dass man nicht alles selbst machen muss. Manche Aufgaben übernehmen wir gerne, andere überlassen wir bewusst unserem Hundefriseur oder Tierarzt.
Vielleicht ist genau das die wichtigste Erkenntnis, die wir mit dir teilen möchten: Es geht nicht darum, alles perfekt zu machen. Viel wichtiger ist es, eine Routine zu entwickeln, die zu dir und deinem Hund passt. Denn schon wenige Minuten pro Woche können einen grossen Unterschied machen.
Und falls du jetzt Gino fragst, was der schönste Teil der ganzen Pflegeroutine ist, wird seine Antwort ziemlich sicher lauten: das Leckerli danach.
Liebe Grüsse
Gino 🐾
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Unsere Empfehlungen zur Hundepflege
Mit der Zeit haben wir einige Produkte gefunden, die sich für uns im Alltag bewährt haben. Damit du nicht lange suchen musst, haben wir unsere Empfehlungen thematisch geordnet.
Empfehlungen zur Fellpflege für Maltipoos & kleine Hunde*
👉 Hier findest du Bürsten, Kämme und weitere Produkte, die wir für die regelmässige Fellpflege empfehlen.
Empfehlungen zur Zahnpflege für Hunde*
👉 Hier haben wir unsere Empfehlungen rund um Fingerzahnbürsten, Hundezahnbürsten, Hundezahnpasta und Dental-Kauartikel zusammengestellt.
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