Welcher kleine Hund passt zu unserer Familie? Warum wir uns für einen Maltipoo entschieden haben
Wie meine Menschen herausfinden wollten, welcher Hund wirklich zu ihnen passt
Hallo, ich bin Gino.
Ein kleiner Maltipoo mit flauschigem Fell, grossen Knopfaugen und einer bemerkenswerten Fähigkeit, meine Menschen zur Verzweiflung zu bringen.
Bevor ich bei meiner Familie eingezogen bin, stand nämlich erst einmal eine ziemlich wichtige Frage im Raum: Welcher Hund passt überhaupt zu uns?
Meine Menschen wollten nicht einfach irgendeinen Hund. Er sollte zu ihrem Familienalltag passen, zu den Kindern und natürlich auch zu Frauchen. Besonders wichtig war dabei Frauchens Respekt vor grossen Hunden. Sie hatte keine panische Angst, aber mit einem kleinen Hund fühlte sie sich von Anfang an deutlich wohler.
Wenn du gerade selbst überlegst, welcher kleine Hund zu deiner Familie passen könnte, erzähle ich dir heute, wie meine Menschen an diese Entscheidung herangegangen sind, warum es bei uns am Ende ein Maltipoo wurde und was sie rückblickend vielleicht etwas anders machen würden.
Warum es unbedingt ein kleiner Hund sein sollte
Wenn ich den Geschichten meiner Menschen glauben darf, stand ziemlich früh fest: Es sollte ein kleiner Hund werden.
Für Frauchen war das vor allem eine Frage des Wohlgefühls. Ein kleiner Hund fühlte sich für sie einfach weniger einschüchternd an. Dazu kam die Vorstellung, dass sich ein kleiner Hund leichter in unseren Familienalltag integrieren lässt. Er braucht weniger Platz, lässt sich unkomplizierter im Auto mitnehmen und kann im Alltag oft einfacher überall dabei sein.
Das waren für meine Menschen wichtige Punkte. Gleichzeitig wissen sie heute, dass „klein“ nicht automatisch „einfach“ bedeutet. Auch ein kleiner Hund braucht Zeit, Erziehung, Beschäftigung, Pflege und eine Familie, die bereit ist, sich auf seine Bedürfnisse einzustellen.
Genau deshalb würden sie die Entscheidung heute nicht mehr nur von der Grösse abhängig machen.
Welche Eigenschaften sollte unser Familienhund haben?
Natürlich hatten meine Menschen damals eine kleine Wunschliste. Heute würde man vermutlich sagen: Sie suchten ihren Traumhund.
Er sollte möglichst wenig Haare im Haus verlieren, familienfreundlich sein, gut mit Kindern zurechtkommen und für Hundeanfänger geeignet sein. Ausserdem sollte er nicht zu gross sein und möglichst keinen extrem hohen Bewegungsbedarf haben.
Wenn man diese Wunschliste liest, klingt das erst einmal ziemlich vernünftig. Gleichzeitig steckt darin eine wichtige Erkenntnis: Die Frage „Welche Hunderasse ist die beste für Familien?“ lässt sich nicht allgemein beantworten.
Denn die beste Rasse für eine Familie hängt davon ab, wie diese Familie lebt.
Eine Familie, die jeden Tag lange Wanderungen macht und sich einen aktiven Hund wünscht, hat andere Voraussetzungen als eine Familie, die einen eher unkomplizierten Begleiter für ihren normalen Alltag sucht. Eine Familie mit sehr kleinen Kindern hat wiederum andere Bedürfnisse als eine Familie mit älteren Kindern.
Deshalb ist es sinnvoller, zuerst die eigene Familie anzuschauen und erst danach nach einer passenden Hunderasse zu suchen.

Was macht einen kleinen Hund zum passenden Familienhund?
Für meine Menschen wurde mit der Zeit klar, dass nicht nur die Grösse entscheidend ist. Viel wichtiger ist, ob die Eigenschaften eines Hundes zum Alltag der Familie passen.
Dazu gehört zum Beispiel das Temperament. Ein Hund, der sehr viel Bewegung und Beschäftigung braucht, kann wunderbar zu einer aktiven Familie passen. Für eine Familie mit einem deutlich ruhigeren Alltag könnte dieselbe Eigenschaft dagegen eine Herausforderung werden.
Auch das Wesen und die Erziehbarkeit spielen eine Rolle. Gerade wenn eine Familie zum ersten Mal einen Hund hat, ist es hilfreich, sich ehrlich zu fragen, wie viel Zeit und Energie man in Erziehung und Training investieren möchte.
Ein weiterer Punkt ist das Alleinebleiben. Meine Menschen hatten sich darüber vor meinem Einzug weniger Gedanken gemacht, als sie es heute tun würden. Sie mussten erst lernen, dass Alleinebleiben nicht einfach vorausgesetzt werden kann, sondern Schritt für Schritt aufgebaut werden muss.
Auch Pflege und Fell gehören zur Entscheidung. Ein Hund, der wenig Haare verliert, ist nicht automatisch pflegeleicht. Fell kann ganz andere Anforderungen mit sich bringen und regelmässige Pflege notwendig machen.
Und dann ist da natürlich noch das Thema Kinder. Ein familiengeeigneter Hund sollte nicht nur klein und niedlich sein. Viel wichtiger ist, dass die Bedürfnisse des Hundes und die Möglichkeiten der Familie zusammenpassen und dass die Erwachsenen die Verantwortung für das Zusammenleben übernehmen.
Unsere wichtigste Erkenntnis: Nicht nur nach dem Aussehen entscheiden
Jetzt kommt ein kleines Geständnis.
Meine Menschen haben damals nicht zwanzig Hunderassen miteinander verglichen. Sie haben keine Tabellen erstellt, keine wissenschaftlichen Auswertungen gemacht und auch keine Ranglisten geführt.
Sie haben einen Maltipoo gesehen.
Und waren verloren. 😄
Natürlich haben sie danach recherchiert. Aber wenn wir ehrlich sind, war der erste Eindruck schon ziemlich überzeugend.
Diese Knopfaugen. Das flauschige Fell. Der freundliche Gesichtsausdruck.
Ich möchte mich ja nicht selbst loben, aber ganz unrecht hatten sie damit nicht. 😄
Trotzdem würden meine Menschen heute bei der Wahl eines Hundes etwas anders vorgehen. Sie würden sich mehr Zeit nehmen, verschiedene Rassen und ihre Eigenschaften miteinander zu vergleichen, bevor sie sich in eine bestimmte Vorstellung verlieben.
Nicht, weil sie mit mir unzufrieden wären. Ganz im Gegenteil.
Aber heute wissen sie: Jede Rasse bringt ihre eigenen Eigenschaften und Herausforderungen mit. Und auch innerhalb einer Rasse ist jeder Hund ein Individuum.
Warum der Maltipoo so gut zu uns passte
Mehrere Dinge haben meine Menschen am Maltipoo begeistert. Die Mischung aus Malteser und Pudel fanden sie interessant, und bei ihrer Recherche stiessen sie immer wieder auf Eigenschaften, die gut zu ihren Vorstellungen passten.
Dazu kam natürlich die Hoffnung, einen kleinen Hund zu finden, der sich gut in eine Familie integrieren lässt.
Und dann war da noch die Optik.
Man muss es einfach sagen: Maltipoos sind unglaublich süss.
Diese Knopfaugen. Dieses flauschige Fell. Dieser freundliche Blick.
Meine Menschen waren also keineswegs völlig objektiv bei ihrer Entscheidung. 😄
Trotzdem war der Maltipoo am Ende nicht nur eine spontane Entscheidung. Meine Menschen hatten sich mit der Rasse beschäftigt und das Gefühl, dass sie grundsätzlich zu ihren Vorstellungen passte.

Was wir mit Gino unterschätzt haben
Kein Hund ist perfekt.
Auch ich nicht.
Leider. 😄
Einige Dinge haben meine Menschen erst nach meinem Einzug richtig verstanden. Das Alleinebleiben war beispielsweise deutlich schwieriger als erwartet. Ich bin sehr gerne bei meinen Menschen, und deshalb musste ich erst Schritt für Schritt lernen, auch einmal ohne sie zurechtzukommen.
Auch bei der Erziehung mussten meine Menschen dazulernen. Sie hatten sich einen freundlichen Familienhund gewünscht und bekamen tatsächlich einen freundlichen Familienhund – allerdings mit eigenen Ideen.
Meine Menschen mussten lernen, konsequenter zu sein, als sie ursprünglich gedacht hatten. Ein kleiner Hund ist schliesslich nicht automatisch ein Hund, der keine Erziehung braucht.
Und dann wäre da noch mein Verhältnis zum Futter.
Offiziell nennt man das wohl wählerisch. Frauchen nennt es „Schnäderfrässig“. Heute mag ich etwas. Morgen nicht mehr. Übermorgen vielleicht wieder.
Meine Menschen waren darauf definitiv nicht vorbereitet.
Auch beim Bellen haben sie gelernt, dass klein nicht automatisch ruhig bedeutet. Wenn jemand am Haus vorbeiläuft, informiere ich meine Familie zuverlässig darüber.
Mehrfach.
Was wir heute bei der Wahl eines Hundes anders machen würden
Rückblickend würden meine Menschen bei der Auswahl eines Hundes weniger nach dem ersten Gefühl und noch stärker nach den tatsächlichen Eigenschaften schauen.
Sie würden sich fragen: Wie viel Bewegung braucht dieser Hund? Wie viel Beschäftigung? Wie aufwendig ist die Fellpflege? Wie gut passt sein Temperament zu unserem Alltag? Welche Anforderungen bringt die Erziehung mit sich? Und wie sieht es mit dem Alleinebleiben aus?
Vor allem würden sie sich mehr Zeit nehmen.
Denn wenn man sich einmal in einen bestimmten Hundetyp verliebt hat, ist es erstaunlich leicht, nur noch die Eigenschaften zu sehen, die man gerne sehen möchte.
Heute würden meine Menschen deshalb zuerst überlegen, wie ihr Familienalltag tatsächlich aussieht, und danach schauen, welche Hundeigenschaften dazu passen.
Das bedeutet nicht, dass man am Ende bei einer anderen Rasse landet.
Es bedeutet einfach, dass die Entscheidung bewusster getroffen wird.
Welche Fragen sollten Familien vor der Wahl beantworten?
Wenn du gerade überlegst, welcher kleine Hund zu deiner Familie passen könnte, würde ich nicht mit der Frage beginnen: „Welche Rasse ist am süssesten?“
Schaut euch zuerst euren Alltag an.
Wie viel Zeit habt ihr täglich für Spaziergänge, Beschäftigung und Erziehung? Wie aktiv ist eure Familie? Wie alt sind die Kinder und welche Verantwortung können sie tatsächlich übernehmen? Wie wichtig ist euch ein pflegeleichtes Fell? Wie lange müsste der Hund gelegentlich alleine bleiben? Und welche Eigenschaften würden euren Familienalltag bereichern – oder vielleicht sogar ziemlich auf den Kopf stellen?
Auch eure Wohnsituation und eure Ferienplanung können eine Rolle spielen. Und natürlich die Frage, ob ihr als Erwachsene bereit seid, die Verantwortung für den Hund langfristig zu übernehmen.
Wenn ihr diese Fragen ehrlich beantwortet, wird die Auswahl einer passenden Hunderasse deutlich einfacher.
Denn dann sucht ihr nicht mehr nach dem „perfekten Hund“.
Ihr sucht nach einem Hund, dessen Bedürfnisse und Eigenschaften möglichst gut zu eurem Leben passen.

Würden wir uns wieder für einen Maltipoo entscheiden?
Die kurze Antwort lautet: Ja.
Ohne zu zögern.
Der Maltipoo passt wunderbar zu unserem Familienleben. Ich bin freundlich, anhänglich, verspielt und begleite meine Menschen gerne überall hin.
Gleichzeitig haben meine Menschen gelernt, dass nicht nur die süssen Bilder zählen. Ein Hund bringt immer Verantwortung mit – unabhängig davon, wie klein, niedlich oder familienfreundlich er auf den ersten Blick wirkt.
Und genau deshalb würden sie sich wieder für einen Maltipoo entscheiden, aber die Entscheidung heute bewusster treffen.
Sie würden noch genauer hinschauen, ob die Eigenschaften eines Hundes tatsächlich zum eigenen Familienalltag passen.
Kurz zusammengefasst
Welcher kleine Hund zu einer Familie passt, hängt nicht allein von der Grösse oder vom Aussehen ab. Entscheidend ist, ob Charakter, Bewegungsbedarf, Pflege, Erziehung und weitere Bedürfnisse des Hundes mit dem Alltag der Familie zusammenpassen.
Unsere eigene Geschichte zeigt ziemlich gut, wie leicht man sich zuerst in das Aussehen einer Hunderasse verlieben kann. Gleichzeitig haben wir gelernt, dass es sich lohnt, vor der Entscheidung genauer hinzuschauen und verschiedene Eigenschaften miteinander zu vergleichen.
Bei uns wurde es ein Maltipoo.
Und heute wissen meine Menschen: Die Entscheidung war für unsere Familie richtig. Aber sie würden sich trotzdem mehr Zeit für den Vergleich nehmen, bevor sie sich wieder entscheiden müssten.
Auf einen Blick
Wenn ihr als Familie nach einem kleinen Hund sucht, können diese Fragen bei der Entscheidung helfen:
| Frage | Warum sie wichtig ist |
| Wie aktiv ist unsere Familie? | Der Bewegungsbedarf des Hundes sollte zu eurem Alltag passen. |
| Wie viel Zeit haben wir? | Hunde brauchen Zeit für Spaziergänge, Beschäftigung und Erziehung. |
| Wie wichtig ist uns wenig Haaren? | Felltyp und Pflegeaufwand können sehr unterschiedlich sein. |
| Wie alt sind die Kinder? | Kinder können Verantwortung übernehmen, die Hauptverantwortung bleibt bei den Erwachsenen. |
| Wie wichtig ist einfache Erziehung? | Gerade für Hundeanfänger kann das eine wichtige Überlegung sein. |
| Wie lange müsste der Hund gelegentlich alleine bleiben? | Alleinebleiben muss gelernt und passend zum Hund aufgebaut werden. |
| Welche Eigenschaften passen zu unserem Alltag? | Nicht die „beste“ Rasse zählt, sondern die passende Kombination aus Hund und Familie. |
Gino’s Fazit
Wenn ich meine Menschen heute fragen würde, warum sie sich damals für einen Maltipoo entschieden haben, würden sie wahrscheinlich sagen: Weil so vieles zusammengepasst hat.
Der Wunsch nach einem kleinen Hund. Frauchens Respekt vor grossen Hunden. Die Vorstellung von einem freundlichen Familienhund. Und natürlich mein ziemlich überzeugendes Aussehen. 😄
Heute wissen sie aber auch, dass ein Hund mehr ist als sein Aussehen.
Deshalb würde ich jeder Familie raten, sich vor der Entscheidung nicht nur zu fragen: „Welcher Hund gefällt uns?“, sondern auch: „Welcher Hund passt wirklich zu uns?“
Denn genau da liegt der Unterschied.
Meine Menschen haben sich damals für einen Maltipoo entschieden.
Und wenn sie heute noch einmal vor derselben Entscheidung stünden?
Ich hätte da natürlich einen ziemlich überzeugenden Vorschlag.
Mich.
Liebe Grüsse
Gino 🐾







