Hund und Hitze: 10 Dinge, die wir als Ersthund-Familie gelernt haben
Wenn selbst ein Spaziergang plötzlich zu viel wird
Hallo, ich bin Gino.
Ein kleiner Maltipoo mit flauschigem Fell, grossen Knopfaugen und einer grossen Liebe für sonnige Tage.
Zumindest so lange ich die Sonne aus dem Schatten beobachten kann.
Denn sobald es richtig heiss wird, merke auch ich schnell, dass Sommer und Hund nicht immer die beste Kombination sind. Während meine Menschen einfach ein T-Shirt anziehen und schwitzen können, habe ich mein Fell immer dabei. Und genau deshalb fühlt sich ein heisser Sommertag für mich ganz anders an als für sie.
Heute erzähle ich dir, was wir als Ersthund-Familie über Hitze gelernt haben und warum wir den Sommer inzwischen etwas anders angehen als noch am Anfang.
Unser erster Sommer mit Hund
Als Welpenbesitzer macht man sich über vieles Gedanken.
- Stubenreinheit.
- Alleine bleiben.
- Hundeschule.
- Leinenführigkeit.
Über die Sommerhitze hatten meine Menschen dagegen zunächst erstaunlich wenig nachgedacht.
Bis die ersten richtig heissen Tage kamen.
Da merkten wir schnell, dass ein Hund die Hitze ganz anders erlebt als wir Menschen.

1. Asphalt wird viel heisser als gedacht
Das war wahrscheinlich unsere grösste Überraschung.
An einem warmen Sommertag fühlt sich Asphalt für uns oft nur angenehm warm an. Für Hundepfoten kann er jedoch gefährlich heiss werden.
Besonders dunkler Asphalt heizt sich innerhalb kurzer Zeit stark auf.
Heute prüfen meine Menschen den Boden immer zuerst mit der Hand. Wenn der Untergrund für die Hand unangenehm heiss wird, ist er auch für Hundepfoten zu heiss.
Ich brauche dafür übrigens keinen Test.
Ich drehe einfach um und gehe wieder nach Hause.
2. Ein kurzer Spaziergang reicht plötzlich aus
Normalerweise liebe ich längere Spaziergänge.
Doch sobald die Temperaturen steigen, verändert sich das. Dann gehe ich kurz über die Strasse ins Grüne, erledige mein Geschäft und bin anschliessend erstaunlich zufrieden.
Früher hätten meine Menschen gedacht, dass ich einfach keine Lust habe. Heute wissen sie: Hitze kostet Hunde unglaublich viel Energie.
3. Früh morgens ist manchmal die beste Zeit
Im Sommer verlegen wir viele Spaziergänge auf die frühen Morgenstunden oder den späteren Abend.
Dann sind die Temperaturen angenehmer und auch die Böden haben sich noch nicht aufgeheizt.
Ausserdem macht ein Spaziergang deutlich mehr Spass, wenn man dabei nicht das Gefühl hat, in einer Sauna unterwegs zu sein.
4. Schatten wird plötzlich sehr wichtig
Eigentlich mag ich sonnige Tage.
Trotzdem suche ich mir bei Hitze fast immer einen Schattenplatz. Besonders beliebt sind Stellen, an denen zusätzlich noch ein leichtes Lüftchen weht. Dort kann ich beobachten, was rundherum passiert, ohne dabei zu überhitzen. Eine Win-win-Situation also.

5. Der Plattenboden wird zum Lieblingsplatz
Während im Winter die weichen Hundebetten hoch im Kurs stehen, sieht das im Sommer ganz anders aus.
Dann liege ich oft direkt auf den kühlen Bodenplatten. Für meine Menschen sieht das manchmal unbequem aus. Für mich fühlt es sich offenbar genau richtig an.
6. Hunde können nicht schwitzen wie Menschen
Das war ein Learning, das viele Ersthund-Besitzer überrascht.
Menschen regulieren ihre Körpertemperatur hauptsächlich über das Schwitzen.
Hunde können das nur sehr eingeschränkt. Die wichtigste Kühlung erfolgt über das Hecheln.
Deshalb sollte man Hunde an heissen Tagen besonders gut beobachten. Starkes Hecheln, Müdigkeit oder auffällige Trägheit können Hinweise darauf sein, dass die Hitze zu viel wird.
Falls dein Hund plötzlich ungewöhnlich stark hechelt oder sehr schlapp wirkt, kann ein Anruf beim Tierarzt sinnvoll sein. Unsere Erfahrungen mit dem ersten Tierarztbesuch findest du übrigens im Artikel „Unser erster Tierarztbesuch“.
7. Nicht jede Beschäftigung muss draussen stattfinden
An besonders heissen Tagen muss nicht jede Aktivität auf dem Spaziergang stattfinden.
Wir haben zum Beispiel Schleckmatten eingefroren. Das fand ich ziemlich grossartig. Während ich beschäftigt war, bekam ich gleichzeitig eine kleine Abkühlung. Und meine Menschen hatten für einige Minuten ihre Ruhe. Alle waren zufrieden.
Eine Schleckmatte gehört übrigens zu den Dingen, die wir im Sommer besonders praktisch finden.

8. Ein Hundepool klingt besser als er hält
Zumindest bei uns. Meine Menschen hatten einmal einen Hundepool gekauft. Die Idee war gut. Die Lebensdauer leider eher kurz. Der Pool verabschiedete sich deutlich schneller als geplant.
Trotzdem würden wir das Thema Wasser im Sommer wieder ausprobieren. Viele Hunde geniessen eine Möglichkeit zur Abkühlung.
Beim nächsten Versuch würden wir vermutlich in ein etwas robusteres Modell investieren.
9. Weniger kann mehr sein
Einer der grössten Fehler vieler Ersthund-Besitzer ist wahrscheinlich der Gedanke, dass jeder Spaziergang gleich lang sein muss.
Im Sommer stimmt das nicht unbedingt. An sehr heissen Tagen sind mehrere kurze Spaziergänge oft sinnvoller als eine lange Runde in der Mittagshitze.
Das erinnert ein wenig an unsere Erfahrungen beim Alleine-Bleiben-Lernen. Auch dort haben wir festgestellt, dass kleine Schritte oft besser funktionieren als grosse.
10. Hunde merken Hitze oft früher als wir
Das wichtigste Learning haben wir eigentlich von mir gelernt.
Wenn es mir zu heiss wird, zeige ich das ziemlich deutlich.
- Ich gehe langsamer.
- Ich suche Schatten.
- Ich lege mich auf kühle Böden.
- Oder ich möchte schlicht wieder nach Hause.
Heute achten meine Menschen viel stärker auf diese Signale als noch in unserem ersten Sommer.

Unsere Sommer-Checkliste für Hundebesitzer
✔ Spaziergänge möglichst früh oder spät planen
✔ Asphalt vor dem Spaziergang prüfen
✔ Genügend Wasser anbieten
✔ Schattenplätze nutzen
✔ Auf starkes Hecheln achten
✔ Aktivitäten an die Temperaturen anpassen
✔ Lieber mehrere kurze Spaziergänge machen
✔ Kühlmöglichkeiten anbieten
Fazit: Sommer bedeutet für Hunde etwas anderes
Früher dachten meine Menschen, ein sonniger Tag sei automatisch ein perfekter Hundetag.
Heute wissen wir, dass das nicht immer stimmt.
- Ich mag den Sommer.
- Ich mag die Sonne.
- Ich mag es, draussen zu sein.
- Aber ich mag es auch, vernünftig zu sein.
Und wenn selbst ich freiwillig einen Spaziergang abkürze, dann weiss meine Familie inzwischen: Heute ist es wirklich heiss.
Liebe Grüsse,
Gino 🐾







